Geistliches Wort:Gottes Bogen in den Wolken

Die beiden Schriftlesungen des ersten Fastensonntags greifen den Gedanken des "Bundes" zwischen Gott und den Menschen auf - und Pfarrer Stephan Pörtner führt ihn in der Perspektive auf Ostern weiter.
Regenbogen
Regenbogen
Datum:
19. Feb. 2021
Von:
Georg Wiesemann

Die biblische Gestalt des Noah begegnet uns in beiden Lesungen des ersten Fastensonntags.Die erste Lesungaus dem Buch Genesis beschreibt das Ende der Flut nach 40 Tagen. Gott setzt einen neuen Anfang und schließt einen Bund mit Noah und seinen Söhnen: Zeichen dieses Bundes ist der „Bogen in den Wolken“, der Regenbogen, der Gott und Menschen verbindet. DieserText illustriert die Botschaft des ersten Fastensonntags, des Beginns der Fastenzeit: wie die Sintflut hat auch die Fastenzeit ein Ziel. Wie am Ende der Sintflut der Bund Gottes mit den Menschen steht, so mündet die Fastenzeit in die Feier des neuen Bundes im Zeichen des Kreuzes und der Auferstehung.

Dieser neue Bund wird in der zweiten Lesung aus dem ersten Petrusbrief näher beleuchtet. Wo die Arche mit Noah und seiner Familie nur wenige Auserwählte retten kann, reicht das Opfer Jesu am Kreuz in alle Vergangenheit und alle Zukunft. Seine Rettung erreicht die Verlorenen der Geschichte („zu den Geistern, die im Gefängnis waren“), sie kommt auch jetzt und zukünftig zu allen, die sich taufen lassen und so ihren Glauben an die rettende Kraft Christi bekennen.

Wenn wir uns jetzt auf Ostern hin ausrichten, bereiten wir uns auf das Fest vor, das uns erinnert, dass wir getauft und gerettet sind.

Stephan Pörtner, Pfarrer