Geistliches Wort:"Ich bin das Brot des Lebens!"

Haben Sie schon mal nach einem Arbeitstag richtig Hunger gehabt? Hunger spüren und satt werden, diese Erfahrung begleitet jeden Menschen sein ganzes Leben lang. Wir müssen Tag für Tag immer wieder essen, um erneut satt zu werden.
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Datum:
28. Juli 2021
Von:
Petra Klischan

Für viele ist das tägliche Frühstück oder das Abendessen ohne Brot unvorstellbar. Brot ist besonders hierzulande ein Grundnahrungsmittel, das immer nur für kurze Zeit sättigt.

An diesem Wochenende sagt uns Jesus im Evangelium: „Ich bin das Brot des Lebens; wer zu mir kommt, wird nie mehr hungern, und wer an mich glaubt, wird nie mehr Durst haben.“ Da wird man hellhörig. Allerdings ist das Brot, das Jesus behauptet zu sein, nicht für den leiblichen Hunger vorgesehen. Er will uns auf einer ganz anderen und viel tieferen Ebene nähren – er will den Hunger unserer Seele stillen. Aber wonach hungern und dürsten wir? Wonach sehnen wir uns im Tiefsten unseres Herzens, in unserer Seele?

Und wie soll man das Brot, das Jesus selbst ist, essen können, um nie mehr zu hungern? In dem man zu ihm kommt und an ihn glaubt, wie er auffordert. Das heißt, mit ihm eine Beziehung eingehen, sodass man mit ihm eine Einheit wird, wie man ein Stück Brot in sich aufnimmt, dass es ein Teil des eigenen Wesens wird. Ja, so sehr will sich Jesus, der Sohn Gottes, mit uns eins werden. Diese Einheit ist uns aber schon bei der Taufe geschenkt worden und soll durch einen wahren Glauben gelebt werden. 

Dann werden der Hunger und der Durst gestillt werden, den jeder von uns kennt und der nicht mit materiellem Brot und mit keinem Erfrischungsgetränk, auch nicht mit Alkohol oder Drogen gestillt werden kann. Es ist der Hunger und der Durst der Seele nach einem erfüllten Leben, nach Frieden im Herzen, nach Ruhe und Geborgenheit, nach Sicherheit über den Tod hinaus. Und diesen Hunger kann man bei allem, was es in dieser Welt gibt, nicht stillen, nicht mit Reichtum, Karriere, Vergnügungen, oder was auch immer. Dieses elementare Verlangen kann nur in Jesus Christus gestillt werden. Oder sind wir mit dem täglichen Brot schon zufrieden?

Ich wünsche Ihnen schöne Ferientage und eine gute Erfahrung mit Jesus, dem Brot des Lebens. 

Ihr Kaplan Noel Akplogan