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Geistliches Wort:Marienmonat Mai

Dieses Jahr schenkt uns der Monat Mai schon sommerliche Temperaturen und die Natur präsentiert sich in allen bunten Farben. Lesen Sie den Impuls für den Marienmonat Mai von Kpl. Dominik Rieder.
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Datum:
6. Mai 2022
Von:
Kpl. Dominik Rieder/pk

Liebe Schwestern und Brüder,

der Mai ist ein Monat, welcher uns das aufblühende Leben vor Augen stellt: die meisten Blumen in unseren Gärten blühen, die Bienen auf ihrer Suche nach Nektar summen und der Brauch des Maibaum-Stellens zeigt auch die in uns Menschen angelegte Natur, verborgene Gefühle nach außen hin sichtbar werden zu lassen. Der Mai: ein Monat des aufbrechenden Lebens.

Vielleicht wurde er gerade deshalb der Muttergottes geweiht, was wir vor allem im guten Brauch der Maiandachten oder des Maialtars in vielen Regionen Deutschlands (und auch außerhalb) antreffen können. Maria steht für das Mütterliche in unserem Glauben: zu hoffen und zu helfen, einen Ort – oder viel besser: eine Person – zu haben, wo ich Zuflucht und Schutz suchen kann, weil ich weiß, dass ich immer willkommen bin.

Die Mutter schenkt uns die Wärme, die wir brauchen, um manches Kalte und Frostige im Leben zu meistern. Die Mutter bangt um ihre Kinder und sorgt sich um sie, wenn sie eigene (und manchmal auch verkehrte) Wege gehen und weiß dennoch um das Gute, um das Eigene, das im Kind zugegen ist. Maria weiß um die Herkunft und Bedeutung ihres Sohnes Jesus, der von ihr zwar ganz Mensch ist und doch auch ganz von Gott herkommt. Daher weiß sie die Menschen damals und heute in seinen Worten und seinem Willen in besten Händen:

„Was er euch sagt, das tut“ (Joh 2, 5).

Maria spürt als Frau und Mutter intuitiv: hier ist das Leben, hier bricht sich neues Leben Bahn. Nicht nur biologisch-materiell, sondern in einer Weise, die das Natürliche respektiert, darauf aufbaut und es in einen neuen Sinn und Wirklichkeit hineinstellt und dadurch verwandelt. Wasser wird zu Wein, Brot und Wein zu Leib und Blut Jesu Christi und unser oftmals tränenreiches Leben kann so immer mehr in die frohe und leichte Existenz eines Gotteskindes hineinverwandelt werden.

Bitten wir die Muttergottes im Monat Mai um ein Ende des Krieges in der Ukraine, um ihren besonderen Schutz, damit alle Geschosse des Bösen an Leib und Seele uns nicht schaden und um die Einsicht, dass Gott mit jedem Leben in unserer Welt neu einbrechen will, um uns zum je Besseren zu führen. Wenden wir uns ihm zu, der das Leben und die Liebe selbst ist, und vertrauen wir Maria, wenn sie uns auf Ihn hinweist: „Was er euch sagt, das tut“.  

Herzliche Grüße

Ihr und Euer 

Dominik Rieder, Kpl.