Beruf: Erzieher*in:Sinnstifterinnen starten jetzt durch

Junge Leute für den Erzieherberuf begeistern und pädagogische Fachkräfte für die Katholischen Kirchengemeinden und Verbände gewinnen - das ist die Aufgabe von Stefanie Kaule und Andrea Spiller als Sinnstifterinnen.
Teamfoto Sinnstifterinnen
Teamfoto Sinnstifterinnen
Datum:
16. Feb. 2021
Von:
Georg Wiesemann

Neue Initiative soll junge Leute für den Erzieherberuf gewinnen

Hinter der Bezeichnung Sinnstifter steckt die neugegründete Initiative „Mach was mit Sinn und Zukunft" des katholischen Trägerverbunds Düsseldorfs, die nun in die Öffentlichkeit tritt. Beteiligt sind Caritasverband Düsseldorf, Flingern mobil, Katholischer Gemeindeverband (KGV), Katholische Jugendagentur (KJA) und Sozialdienst katholischer Frauen und Männer (SKFM).

73 Kindertagesstätten und 27 offene Ganztagsschulen sowie ein Kinderheim gibt es in katholischer Trägerschaft. Viele Einrichtungen suchen dringend junge Menschen als Erzieher und Erzieherinnen. Dabei setzt die Initiative vor allem auf den persönlichen Kontakt. „Plakate und Anzeigen allein helfen nicht. Deswegen schicken wir zwei Menschen ins Rennen, die mit den Interessenten direkt ins Gespräch kommen sollen“, sagt Michael Hänsch, Geschäftsführer des Katholischen Gemeindeverbandes.

Stefanie Kaule und Andrea Spiller sind als Sinnstifterinnen die idealen Ansprechpartnerinnen für den Einstieg in den Erzieherberuf: Sie zeigen alle Zugangswege, Ausbildungs- und Fördermöglichkeiten auf. Dabei gehen sie ihre Aufgabe sehr persönlich an, nehmen an Messen teil, sind in engem Austausch mit den Kitas, in Kontakt mit den Weiterführenden Schulen und ganz besonders mit dem St. Ursula Berufskolleg. „Unser Ziel ist es für den Erzieherberuf zu werben und mit den Interessenten auf unterschiedlichen Wegen ins Gespräch zu kommen“, sagt Andrea Spiller. Neben einer eigenen Website sind die Sinnstifterinnen auf Facebook und Instagram präsent. „Wir stellen Mitarbeiter im Portrait vor, geben authentische Einblicke in den Beruf, stellen die verschiedenen Einrichtungen dar oder bieten Infohäppchen zum Beispiel zum Thema Bewerbung“, umreißt die Sinnstifterin kurz das Social Media Konzept für das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt. 

Damit wollen die Beiden auch zeigen, dass der Beruf des Erziehers mehr ist als Malen und Spielen. Ein Klischee, dass doch noch weit verbreitet ist. „Der Erzieherberuf ist ein sehr spannender Beruf. Das ist nur leider oft in Vergessenheit geraten“, so Henrik Peeters, Caritasdirektor und Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes Düsseldorf. „Er bietet ein breites Spektrum an Einsatz-, Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten.“ Durch Praktika, wie zum Beispiel die Berufsorientierungstage in der 8. Klasse oder ein längeres Praktikum in der 10. Klasse können Schüler erste Einblicke in den vielfältigen Beruf bekommen. Auch hier helfen die Sinnstifterinnen bei der Vermittlung. 

Der Bedarf an engagierten und motivierten Erziehern wird weiter steigen, weiß Klaus Kehrbusch, Vorstandsvorsitzender von Flingern mobil: „Durch den weiteren Ausbau der U3-Plätze erhöht sich auch der Bedarf an Personal.“ Dabei müssen die Bewerber nicht zwingend katholisch sein. „Die Stellen stehen grundsätzlich allen offen. Da der Glaube aber in den Einrichtungen gelebt wird, ist entscheidend, dass dieser mitgetragen wird“, so Stefanie Kaule.  

Die beiden Sinnstifterinnen freuen sich, dass es nun richtig los geht und hoffen sehr, dass sie trotz der Corona-Pandemie mit Jugendlichen in der Berufsorientierungsphase in Schulen, auf Events und bei Berufsbildungsmessen persönlich in Kontakt kommen und für den Erzieherberuf werben können.