Geistliches Wort:Was Auferstehung heute bedeutet

Was die trauernden und zweifelnden Jüngerinnen und Jünger der Ostererzählungen mit der Situation der Menschen im Frühjahr 2021 zu tun hat, dieser Frage geht Pfarrer Stephan Pörtner in seinem geistlichen Wort und seinem Ostergruß nach.
Glasbild
Glasbild "Emmaus" aus der Pfarrkirche St. Josef, Neunburg vorm Wald
Datum:
1. Apr. 2021
Von:
Georg Wiesemann

Liebe Schwestern, lieber Brüder,

am Ostertag zeigt sich Jesus den Menschen: der Maria Magdalena, den Aposteln, den Jüngern auf dem Weg nach Emmaus. Den Erscheinungen gemeinsam ist die Eigenart, dass alle diese Menschen ihn nicht sofort erkennen. Nach dem Tod Jesu sind sie ohne jede Hoffnung und Erwartung, Auferstehung oder gar ein Wiedersehen nicht denkbar. Doch dann erkennen sie ihn: am Klang seiner Stimme, im Brechen des Brotes, an den Wundmalen, die auch der auferstandene Christus noch an sich trägt.

Auferstehung macht das Geschehene nicht rückgängig, das Gute nicht und auch nicht das Leidvolle. Auferstehung bringt das Gute zur Vollendung: das Wort der Berufung, das Zeichen des Letzten Abendmahls als Zeichen seiner bleibenden Gegenwart. Auferstehung bringt dem Leidvollen Erlösung: Christus als der Auferstandene kennt und trägt leibhaftig unser Leid.

Es gibt gegenwärtig wohl genug Momente in unserem Leben und in unserem Glauben, die uns in die Nähe der trauernden und zweifelnden Jüngerinnen und Jünger rücken. Mit diesem österlichen Auferstehungsgruß möchte ich Ihnen gemeinsam mit dem gesamten Pastoralteam wünschen, dass wir in diesen Tagen das Neue Leben entdecken. Besonders möchte ich in diesen Wunsch alle mit einbeziehen, die auch dieses Osterfest pandemiebedingt allein verbringen müssen.

Ihnen und Euch allen ein frohes und gesegnetes Osterfest!
Ihr Pastor Stephan Pörtner