Interreligiöser Dialog:#beziehungsweise - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Zum Gedenkjahr 1.700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland regt die ökumenische Kampagne „#beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst“ in diesem Jahr dazu an, die enge Verbundenheit des Christentums mit dem Judentum, aber auch die je eigenen Akzente im Rhythmus des Fest-Jahres wahrzunehmen.
Plakatkampagne #beziehungsweise - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Monatsbild Juni
Plakatkampagne #beziehungsweise - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland - Monatsbild Juni
Datum:
9. Feb. 2021
Von:
Georg Wiesemann

2021 ist ein besonderes Jahr: Vor 1700 Jahren wurde zum ersten Mal eine jüdische Gemeinde in Deutschland erwähnt, nämlich im Jahr 321 in Köln. Zu diesem Anlass wurde das bundesweite Festjahr „#2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen. Auch die katholische Kirche ist aufgerufen, aktuelles jüdisches Leben in Deutschland ins Bewusstsein zu rufen und sich ihrer jüdischen Wurzeln und Bezüge klarer zu werden.

Für das kommende Jahr wird von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Kampagne #beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst getragen. Sie möchte in 12 Monatsplakaten Verbindendes zwischen Judentum und Christentum aufzeigen und Unterschiede benennen. 

Da es sich um eine Mitmach-Kampagne handelt, die jeweils einer regionalen Umsetzung bedarf, haben sich die katholische und evangelische Kirche in Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen und eine NRW-Fassung der Plakate erstellt. Das Projekt besteht aus 12 Plakaten, die jeweils einen christlichen mit einem jüdischen Feier- oder Gedenktag verbinden und anhand der Feste Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Religionen erläutern. Ziel des Projektes ist es, die Ergebnisse des christlich-jüdischen Dialogs in die Gemeinden und Schulen zu tragen. Dabei kommen katholische und evangelische Stimmen ebenso zu Wort wie auf jüdischer Seite liberale und orthodoxe Positionen. Die Kampagne wird von der Deutschen Bischofskonferenz und der evangelischen Kirche in Deutschland unterstützt. (Quelle: www.erzbistum-koeln.de)