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Geistliches Wort:Einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt

Am 29. September feiert die Kirche das Erzengelfest. Ich begehe dieses Fest seit vielen Jahren sehr bewusst, da ich auch für die Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung St. RaphaelHaus in Oberbilk als Seelsorgerin zuständig bin. Dort findet jedes Jahr in den Tagen um den Gedenktag das Raphael-Fest statt.
Engel_Duplo
Datum:
21. Sept. 2026
Von:
Monika Lingnau/pk

Ich erzähle dann eine Zusammenfassung des Buches Tobit, das im Alten Testament zu finden ist. Es handelt von Tobias und dem Engel Raphael. Der Engel Raphael erweist sich als guter Lebensbegleiter und meistert mit Tobias so manche Herausforderung. Tobias und seine Familie bemerken anfangs gar nicht, dass Raphael ein Engel ist. Und das ist für mich sinnbildlich für unser aller Leben. Wenn wir aufmerksam durch den Alltag gehen, entdecken wir vielleicht in unseren persönlichen Wegbegleiter*innen einen Engel, der uns in den Höhen und Tiefen des Lebens nicht im Stich lässt. Das folgende Lied macht auf witzige Weise deutlich, dass wir einen Engel in vielen alltäglichen Momenten gut gebrauchen können, auch bei den Herausforderungen in der größer werdenden pastoralen Einheit.

Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt, 

einen Engel, einen Engel, der so richtig fetzt.

Gott, ich muss schon sagen, deine Welt hat viele Mängel,

darum gib dir einen Ruck, beam ihn runter, deinen Engel 

Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt,

einen Engel, einen Engel, der so richtig fetzt.

Sei nicht sauer, wenn ich power, wenn ich quengel, wenn ich drängel –

Alles geht mir auf den Keks. Ist er noch nicht unterwegs?

Ich nehm´ den Michael, ich nehm´ den Gabriel,  

ich nehm´ den Raphael, ich nehm´ den Uriel,

ganz egal, welches Modell, schick ihn jetzt, ich brauch ihn schnell.

Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt,

einen Engel, einen Engel, der so richtig fetzt.

Einen, der mir, wenn ich penne, einen Tritt gibt, dass ich renne.

Einen, der mich, wenn ich fies bin, daran erinnert, dass ich mies bin.

Einen, der mich an der Hand fasst und im Chaos auf mich aufpasst.

Einen, der mit aller Kraft da, wo Krieg ist, Frieden schafft.

Einen Engel, einen Engel, Gott, den brauch ich jetzt,

einen Engel, einen Engel, der so richtig fetzt.

 

Monika Lingnau, Gemeindereferentin