Neujahr:Fusion 2026

Zum 1. Januar 2026 hat sich, für die meisten sicherlich unmerklich, die Struktur unseres bisherigen Seelsorgebereichs geändert. Aus „Unter- und Oberbilk, Friedrichstadt und Eller-West“ ist die Pfarrgemeinde St. Martin geworden. Damit endet staats- und kirchenrechtlich die Zeit aller einzelnen Kirchengemeinden. Für die Verwaltung der finanziellen, personellen und rechtlichen Belange der neuen Kirchengemeinde St. Martin werden wir Ende März einen neuen Kirchenvorstand wählen.
Der Abschied von diesem „Namensungetüm“ mag weniger schwer fallen als der Abschied von der gewohnten lokalen Struktur und der damit verbundenen Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit. Es ist in unserer Stadt und weit darüber hinaus in unserem gesamten Kulturraum spürbar, dass die bisherige Struktur mit der heutigen Wirklichkeit im Leben und Glauben der Menschen immer weniger kompatibel geworden ist.
Mit der Fusion endet und wendet sich ein Prozess, der in unseren Stadtteilen vor etwas mehr als 150 Jahren begonnen hat. Die Gründung der Pfarrgemeinde St. Josef 1871 war die erste Abtrennung eines Pfarrgebietes von der Pfarrei St. Martin, alle weiteren folgten fast alle in kurzen Abständen zum Ende des 19. und zu Beginn des 20. Jhdts., sowohl in unserem bisherigen Bereich, wie auch in dem von St. Bonifatius.
Die Gründungen neuer Pfarreien werden als Zeichen des Aufbruchs und als Zukunftsprojekt verstanden, Zusammenlegungen werden als Signal des Rückgangs und Mangels empfunden. Meine Hoffnung ist es, dass wir die Chancen und Möglichkeiten der neuen Struktur erkennen und nutzen. Wo es schwieriger wird, „flächendeckend“ überall alles präsent zu haben, ist doch die Möglichkeit da, an verschiedenen Stellen entscheidende Akzente des Glaubens zu setzen.
Die jetzige Fusion ist für unseren Bereich nur ein Zwischenschritt. Bereits im vorigen Jahr haben die Gremien votiert, dass zum 1. Januar 2030 die Fusion innerhalb unserer Pastoralen Einheit mit St. Bonifatius vollzogen werden soll, also die ganze Einheit eine Pfarrei wird.
Mit dem gemeinsamen Rat für die Pastorale Einheit, den wir Ende 2025 gewählt haben, gehen wir hier im Bereich der Pastoral einen Schritt voraus, dies gilt auch für den Bereich der Pastoralen Dienste, die seit September für die gesamte Pastorale Einheit ernannt sind.
Ihr Pastor Stephan Pörtner