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Geistliches Wort:Geborgen in Gottes Hand

„Muss man euch denn alles dreimal sagen?“ Diesen Satz kennen viele von uns noch aus der eigenen Kindheit. Manchmal braucht es eben Wiederholungen, bis eine Botschaft wirklich im Herzen ankommt.
Station 'Zwischen Himmel und Erde' in St. Antonius
Datum:
16. Juni 2026
Von:
Kpl. Dr. Agbo/pk

Genau das tut Jesus im Evangelium nach Matthäus (Mt 10,26–33): Gleich dreimal ruft er seinen Jüngern und uns heute zu: „Fürchtet euch nicht!“

Das klingt tröstlich, fordert uns aber auch heraus. Wer in die Welt oder ins eigene Leben schaut, findet genug Gründe für Sorgen und Ängste. Jesus zeichnet keine heile Welt. Er weiß um Gegenwind, Spott und Krisen.

So viele Dinge lösen heute bei uns Angst aus: Krieg, Katastrophen, Gewalt, wirtschaftliche Sorgen, politische Konflikte, Krankheiten – dazu kommen Sorgen in der Familie und persönliche Ängste.

Und in manchen Teilen der Welt ist Glauben noch etwas ganz anderes: Dort, wie etwa in Nigeria, werden Christen wegen ihres Glaubens verfolgt, bedroht und manchmal sogar getötet. Für sie ist Glauben keine theoretische Frage, sondern Leben und Überleben. Es kostet sie oft alles, offen zu glauben.

Auch wir hier in Deutschland spüren manchmal die Angst, belächelt zu werden, wenn wir vom Glauben sprechen. Oft reicht das schon, damit wir lieber schweigen. Jesus aber sagt uns dreimal: „Fürchtet euch nicht!“

Dieses Vorwort und die neue Ausgabe unseres Gemeindebriefs möchten Ihnen Mut machen, unseren Glauben nicht zu verstecken, sondern sichtbar zu leben. Wir haben eine Botschaft, die Hoffnung schenkt. Die Zusage steht: Wir sind in Gottes Hand geborgen. Jedes Haar auf unserem Kopf ist gezählt. Gott kennt uns. Gott hält uns. Gott geht mit uns – auch durch Dunkelheit, Zweifel, Angst. Wir können nie tiefer fallen als in Gottes Hand. Wenn wir das glauben, verliert die Angst ihre Macht. Dann wird Raum für Zuversicht.

Lassen Sie uns gemeinsam dem Licht mehr vertrauen als der Finsternis – und im Blick auf unsere verfolgten Geschwister standhaft bleiben. Lassen Sie uns in Gemeinde, Alltag und Beziehungen Zeugen für die Liebe Gottes werden.

Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Woche  und den Mut, voller Vertrauen durch die kommenden Wochen zu gehen.

Herzliche Grüße und Gottes Segen, 
Kaplan Dr. Chimezie Agbo