Misereor-Fastenaktion 2026:„Hier fängt Zukunft an“


Am Sonntag, dem 22. Februar 2026, wird der Eröffnungsgottesdienst der diesjährigen Fastenaktion von Misereor live aus der Kirche St. Peter und Paul in Hofheim übertragen. Der Hessische Rundfunk startet die Übertragung ab 10 Uhr, gleichzeitig läuft die Sendung im Ersten. Im Mittelpunkt steht das Motto "Hier fängt Zukunft an" – und damit auch ein Zeichen von Hoffnung, das weit über Hofheim hinausstrahlt.
Teilhabe durch berufliche Bildung
Die Fastenaktion, bei der zwischen Aschermittwoch und Ostern um Spenden für die Arbeit von Misereor gebeten wird, dient auch der Selbstreflexion: „Was brauche ich wirklich? Wie kann ich mich engagieren? Was kann ich teilen? Dabei soll diesmal der Blick geweitet werden auf das global wachsende Problem der Jugendarbeitslosigkeit. Weltweit waren zuletzt mehr als 20 Prozent der 15- bis 24-Jährigen weder erwerbstätig, noch befanden sie sich in einer Aus- oder Weiterbildung. In Kamerun ist die Situation besonders prekär: In der Hauptstadt Douala sind 70 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner jünger als 35 Jahre. Viele von ihnen leben unterhalb der Armutsgrenze. Es mangelt an Jobs und Ausbildungsplätzen – gesellschaftliche Anerkennung und Teilhabe bleiben auf der Strecke. Zudem steht ihnen ohne den Zugang zu Ausbildung meist nur der Weg in informelle Arbeitsverhältnisse offen, die wiederum prekäre Lebensbedingungen und Perspektivlosigkeit festschreiben. Misereor will mit der Fastenaktion auf diesen Teufelskreis aufmerksam machen, die berufliche Bildung als Ausweg in den Mittelpunkt stellen und gemeinsam mit Partnerorganisationen Wege zu einer gerechteren Bildungszukunft eröffnen.
„Berufsbildung fördern – Perspektiven schaffen“
Bei der Fastenaktion 2026 steht die Arbeit der Misereor-Partnerorganisation CODAS-Caritas Douala im Mittelpunkt. In Kamerun, einem Land, das von Konflikten, Armut und strukturellen Ungleichheiten geprägt ist, unterstützt CODAS junge Erwachsene, durch eine gute Ausbildung ihren Weg in ein unabhängiges Leben zu gehen. Die Organisation hilft, indem sie Teile der Ausbildungskosten übernimmt, zukunftsträchtige Berufsfelder für die Ausbildung junger Menschen erschließt und Berufseinsteiger*innen auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt begleitet. Die persönlichen Geschichten der Teilnehmenden bestätigen: Berufsbildung verändert Leben. Sie schafft Sicherheit, stärkt Resilienz und fördert gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Misereor möchte mit der Fastenaktion 2026 nicht nur auf globale Zusammenhänge aufmerksam machen, sondern auch Menschen in Deutschland inspirieren, sich zu engagieren – durch Spenden, durch persönliches Engagement und durch solidarisches Handeln.
Lassen Sie uns gemeinsam Hoffnung geben, damit junge Menschen ihre Zukunftsträume verwirklichen können.
Mehr Hintergrundinformationen zur Fastenaktion und zu den Veranstaltungen finden Sie hier.
Die Kollekte für die Arbeit von MISEREOR wird am 21. und 22. März 2026, dem fünften Fastensonntag, in allen katholischen Kirchengemeinden Deutschlands gesammelt. Bitte machen Sie mit und geben Sie einen Beitrag zur Misereor-Kollekte oder spenden Sie direkt an Misereor.