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Geistliches Wort:Marienmonat Mai

Liebe Gemeinde, Sie kennen bestimmt das Lied „Maria, breit den Mantel aus, mach Schirm und Schild für uns daraus“.
St. Antonius - Marienaltar
Datum:
6. Mai 2026
Von:
Katica Engel/pk

Dieses Bild vom schützenden Mantel ist vielen vertraut – es spricht von Geborgenheit, davon, dass jemand da ist und uns nicht allein lässt. Der Monat Mai ist traditionell mit Maria verbunden. In vielen Darstellungen wird sie mit einem solchen Mantel gezeigt – ein Zeichen für Fürsorge, Nähe und Schutz.

Solche Bilder begegnen uns auch heute: Superhelden tragen oft einen Umhang. Er steht für Stärke, Schutz und die Bereitschaft, für andere einzustehen. Auch bei Maria geht es um Schutz – aber auf eine leisere, alltagsnahe Weise. Ihr „Mantel“ ist ein Bild für Mitgefühl, für Dasein und für das verlässliche Mitgehen durch schwierige Zeiten. 

Es gibt viele Situationen in unserem Alltag, in denen wir uns genau nach so einem Schutz sehnen: Wenn wir uns Sorgen um unsere Zukunft machen, wenn Dinge nicht gelingen, wenn Konflikte uns belasten oder wir uns allein fühlen. Wenn Entscheidungen anstehen, die uns überfordern, oder wenn wir merken, dass uns alles zu viel wird. In solchen Momenten tut es gut zu wissen, dass wir nicht alles alleine tragen müssen. Gerade in einer Zeit, in der vieles unsicher wirkt und Fragen offen bleiben, kann dieses Bild vom Schutzmantel gut tun.

Im Mai feiern wir außerdem den Muttertag und auch den Vatertag. Beide Tage greifen etwas auf, das für unser Leben zentral ist: Beziehung, Fürsorge und Dankbarkeit. Es geht darum, innezuhalten und die Menschen wertzuschätzen, die uns begleiten, stärken und da sind – auf ganz unterschiedliche Weise. Vielleicht denken wir dabei nicht nur an unsere eigenen Eltern, sondern auch an andere Menschen, die uns im Leben Halt gegeben haben oder geben.

Vielleicht ist dieser Monat eine Einladung, neu darauf zu achten, was uns trägt und schützt – und wie wir dieses Gefühl auch weitergeben können.

Ihre Gemeindereferentin,
Katica Engel