Erzbistum:Tokyo-Kollekte

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Ursprünglich 1954 als Gebets- und Hilfsgemeinschaft von Kardinal Frings und seinem Amtsbruder Doi gegründet, entwickelte sich die Beziehung der beiden Erzbistümer in den letzten Jahren zu einer lebendigen Partnerschaft. Besuche hier und dort intensivieren auf verschieden Eben das gegenseitige Kennenlernen: es entstehen Schulpartnerschaften, Pfadfinder besuchen sich gegenseitig, Priestergruppen beteiligen sich am Austausch.
Längst geht es nicht mehr um materielle Unterstützung, die in den Nachkriegsjahren noch erforderlich war. Heute geht es vielmehr um den Austausch im Glauben zwischen einer Diasporakirche in Fernost und der Ortkirche in Deutschland. Stellen die 90.000 katholischen Kirchenmitglieder eine Minderheit von ca. 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung dar, befindet sich der deutsche Katholizismus selbst auf dem Weg eine Minderheit zu werden.
In ihrem gemeinsamen Engagement beider Erzbistümer für die Kirche in Myanmar, die einerseits aufblüht und wächst, zugleich aber vom langanhaltenden Bürgerkrieg und einem Erdbeben bedroht wird, zeigt sich die Notwendigkeit materieller Solidarität: Deswegen wird die Kollekte am Tokyo-Sonntag gleichzeitig in Köln und Tokyo abgehalten, wie in der Vergangenheit für die Schwesterkirche in Myanmar.
Amtsblatt des Erzbistum Köln vom 1. Januar 2026